Leitfaden der EU über soziale Sicherheit

Um das Leben derjenigen EU-Bürger leichter zu machen, die ihre Leistungsansprüche bei Arbeitslosigkeit, für Kinderbetreuung, oder Pension in einem anderen Land erhalten wollen, tritt eine aktualisierte EU-Verordnung 883/2004, 2010 in Kraft.

Die EU-Bestimmungen über die soziale Sicherheit
Ihre Rechte bei Aufenthalt in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Dieser Leitfaden richtet sich an alle Bürger, die als Arbeitnehmer, Studierende oder Rentner oder auch auf kurzen Urlaubsreisen von einem Mitgliedstaat der Europäischen Union in einen anderen reisen. Er beschreibt die Sozialleistungsansprüche, die Sie in anderen EU-Staaten genießen.

 Der Leitfaden soll Sie in leicht verständlicher Form über Ihre Rechte und Pflichten im Bereich der sozialen Sicherheit informieren, wenn zwei oder mehr Mitgliedstaaten betroffen sind. Es gibt rund 10 Millionen mobile Bürger in Europa, die etwa 2% der Bevölkerung ausmachen.
Die Sozialversicherungssysteme in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union weichen stark voneinander ab, und die EU-Bestimmungen sehen – bei aller Weiterentwicklung – auch nicht vor, sie zu harmonisieren. Ihr Ziel ist es vielmehr, Sie vor dem Verlust eines Teils oder all Ihrer Sozialleistungsansprüche zu schützen, wenn Sie sich von einem Mitgliedstaat in einen anderen begeben.
Bei Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat ist Ihre Situation in puncto Sozialversicherung nicht immer gleich. Es ist daher ratsam, sich mit den entsprechenden Kapiteln dieses Leitfadens vertraut zu machen und, falls erforderlich, vor Abreise weitere Auskünfte beim Sozialversicherungsträger an Ihrem Wohnort einzuholen.
Dieser Leitfaden enthält keine Angaben über die Sozialversicherungssysteme der verschiedenen Mitgliedstaaten. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf folgender Website: http://ec.europa.eu/social-security-coordination

Da die EU-Bestimmungen über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit sehr komplex sind und dieser Leitfaden nur einen Überblick vermitteln kann, sollten Sie bedenken, dass die Angaben in den einzelnen Kapiteln nicht unbedingt erschöpfend sind. Die Rechtsvorschriften der EU über die soziale Sicherheit werden zudem stark von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union beeinflusst, so dass sie sich mit der Zeit verändern und weiterentwickeln. Wir empfehlen Ihnen daher, im Zweifelsfall die am Ende dieses Leitfadens aufgeführten Internetseiten zu besuchen oder mit den zuständigen Sozialversicherungsträgern in Ihrem Land Verbindung aufzunehmen.